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7 Tipps für vielfältige Projekte: Neues Video und Falzbroschüren zum Bestellen

Erschienen

15.05.2024

-

Aktualisiert

20.06.2024

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Das Schweizerische Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien SFM hat erforscht, wie ein gleichberechtigtes Miteinander von Projektmacher*innen und Teilnehmenden gelingt. Daraus sind 7 Tipps entstanden.

Die 7 Tipps kurz erklärt

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7 Tipps als Falzbroschüre

Hier gibt es die Falzbroschüre mit den 7 Tipps als PDF:

Falzbroschüren bestellen

Ihr könnt die gedruckte, kostenlose Falzbroschüre gerne euren Versänden beilegen, auflegen oder als Poster aufhängen.

Die 7 Tipps zum Nachlesen

1. Zusammen wachsen

Alle, die in einem Projekt mitmachen, teilen die Freude und das Interesse an einer Tätigkeit. Im Zentrum steht zum Beispiel Singen, Kochen, Wandern, Gärtnern oder Malen. Im Projekt und in der Kommunikation ist es wichtig, diese gemeinsamen Aktivitäten zu betonen. Damit nicht Unterschiede im Fokus stehen, sondern das, was die Menschen verbindet.

2. Gemeinsam hinschauen

In vielfältigen Projekten haben manchmal nicht alle gleich viel Einfluss. Das macht Begegnungen auf Augenhöhe schwieriger. Darum ist es wichtig, die eigenen Haltungen und die Aufgaben im Projekt immer wieder kritisch anzuschauen und sich als Team zu fragen: «Wie stellen wir sicher, dass alle Verant wortung übernehmen können, die das möchten? Wie sind die bezahlte und die unbezahlte Arbeit im Projekt verteilt?» Auch durch die Rückmeldungen von Teilnehmenden entdeckt man Muster und kann sie verändern.

3. Eine gemeinsame Sprache finden

Kommunikation beeinflusst und gestaltet Begegnungen. Wer einfühlsam nachfragt und aktiv zuhört, holt das Gegenüber ab. Dabei gibt es viele Wege, einander zu verstehen: zum Beispiel über die lokale Sprache, eine gemeinsame Fremdsprache oder eine Zeichensprache. Das geht auch über Bilder. Beim gemeinsamen Fotografieren verständigt man sich, auch wenn man unterschiedliche Sprachen spricht.

4. Türen weit öffnen

Was ist eine leicht zugängliche Aktivität? Das sind Aktivitäten, die von den Teilnehmenden wenig Aufwand und kein spezielles Wissen erfordern. Sie finden an gut erreichbaren Orten und zu Zeiten statt, die den Teilnehmenden passen. Damit möglichst viele Menschen vom Angebot erfahren, lohnen sich auch Mund-zu-Mund-Werbung und die Zusammenarbeit mit Schlüsselpersonen aus verschiedenen Netzwerken.

5. Verborgene Schätze entdecken

Es nützt dem Miteinander auf Augenhöhe, wenn Projektmacher:innen und Teilnehmende die Aktivitäten gemeinsam entwickeln. So können sich alle einbringen, die das möchten. Viele verschiedene Talente bereichern das Projekt. Damit das gelingt, braucht es eine flexible Planung sowie Offenheit und Neugier für die Ideen von Menschen mit vielfältigen Erfahrungen.

6. Verbindungen schaffen

In einem Begegnungsprojekt kommen viele verschiedene Menschen miteinander in Kontakt. Doch was passiert vor und nach den Aktivitäten? Durch Chat-Gruppen oder soziale Medien können Teilnehmende ihre Kontakte weiter vertiefen und einfacher Infor mationen austauschen. Zum Beispiel, wenn sich engagierte Teilnehmende aus einem Poesie-Kurs per WhatsApp-Chat Gedichte senden.

7. Grosse und kleine Taten feiern

Es ist grossartig, wenn sich Freiwillige in Projekten engagieren, in denen Menschen mit verschiedenen kulturellen und sprachlichen Erfahrungen einander be gegnen. Die Freiwilligen verdienen dafür Anerkennung. Diese kann viele Formen annehmen: zum Beispiel eine Bestätigung über die geleistete Freiwilligenarbeit oder ein gemeinsam organisiertes Freiwilligenfest. Aufwendige Projektarbeit und Koordination sollten aber entlöhnt werden.

Begleitforschung

In diesem Beitrag erfahrt ihr mehr über die begleitende Forschung durch das Schweizerische Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien SFM an der Universität Neuenburg.