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Begleitforschung und Umfrage im Herbst 2022

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Angela Zumbrunn

Published

11.10.2022

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Bald erhalten die von «ici. gemeinsam hier.» geförderten Projekte einen Fragebogen. Danke fürs Mitmachen!

Warum mitmachen?

Alle geförderten Projekte erhalten im Herbst 2022 und ein zweites Mal im Frühling 2023 einen Online-Fragebogen. Wir möchten von euch wissen, welche Ziele ihr verfolgt, was eure Motivation ist und welche Erfahrungen ihr und die Teilnehmenden gemacht haben. So kann «ici. gemeinsam hier.» wertvolle Einsichten in das Zusammenleben und die Freiwilligenarbeit in der Schweiz gewinnen.

Für diese begleitende Forschung wurden Dina Bader (SFM) und Franziska Vogt (Pädagogische Hochschule St.Gallen) mit ihren Teams beauftragt. Sie stellen sich kurz vor:

 

Dina Bader

Dina Bader (Foto: zVg)

Dina Bader

Dina Bader hat einen Doktortitel in Soziologie und ist Projektleiterin am Schweizerischen Forum für Migrations- und Bevölkerungsstudien an der Universität Neuchâtel. Seit über zehn Jahren ist sie an zahlreichen Evaluationen und Auftragsforschungen in den Bereichen Integration, Gender und Rassismus beteiligt.

Dina Bader, worauf freuen Sie sich am meisten im Rahmen der ici-Forschung?

Dina Bader: Ich freue mich sehr, so viele Menschen in der ganzen Schweiz zu treffen, die sich für ein besseres Zusammenleben einsetzen und viele Ideen haben, wie sie dies erreichen können. Wir leben in einer Zeit, in der die Gesellschaft uns zum Individualismus drängt und der radikale Rechtspopulismus in vielen Ländern Europas auf dem Vormarsch ist. Es ist schön zu sehen, dass die von «ici. gemeinsam hier.» geförderten Projekte die gleiche Vision eines Lebens in Harmonie mit den Nachbar*innen – unabhängig von deren Herkunft – teilen. 

Worauf achten Sie besonders, wenn Sie ein Forschungsprojekt durchführen?

Es gibt nicht den einen Weg, Forschung zu betreiben, sondern es kommt auf das Ziel und die Forschungsfragen an. Bei der wissenschaftlichen Begleitung von interkulturellen Begegnungsprojekten bin ich offen für das, was ich hören und sehen werde, denn es gibt nur sehr wenige aktuelle Studien, die sich mit der Funktionsweise interkultureller Begegnungen befasst haben. Es ist also noch nicht bekannt, welche Bedingungen, Strukturen und Aktivitäten harmonische interkulturelle Begegnungen ermöglichen. Die wissenschaftliche Begleitung wird daher einige Antworten liefern.

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Franziska Vogt (Foto: zVg)

Franziska Vogt

Franziska Vogt arbeitet für die Studie mit dem Institut Fachdidaktik Sprachen der Pädagogischen Hochschule St.Gallen zusammen. Stefano Negrinelli und Claire Robin Chuat werden bei der Studie mitarbeiten. 

Franziska Vogt, worauf freuen Sie sich am meisten im Rahmen der ici-Forschung?

Franziska Vogt: Es ist für kleine Kinder ein Geschenk, wenn sie mit mehreren Sprachen aufwachsen können. Und es ist sehr wichtig, dass sie in der Familie die Sprachen der Eltern lernen, genauso, wie es wichtig ist, dass sie zum Beispiel in einer Spielgruppe oder in einem Familienzentrum Zugang zur Umgebungssprache erhalten. Ich freue mich sehr darauf, die geförderten Projekte besser kennen zu lernen. 

Welchen Bezug haben Sie zum Thema Mehrsprachigkeit?

Ich leite das Zentrum Frühe Bildung der Pädagogischen Hochschule St.Gallen. Mein Forschungsschwerpunkt ist die Bildung von Kindern ab Geburt bis 8 Jahre. Die Sprache ist dabei ein grosses Thema. 
Mehrsprachigkeit ist für mich auch privat wichtig: Wir sind eine zweisprachige Familie. Als unser Sohn klein war, haben wir uns ebenfalls gefragt, wie wir die zweite Sprache lebendig erhalten können. 

Welche Sprachen sprechen Sie?

Meine Erstsprache ist Schweizerdeutsch, durch die Liebe ist Englisch meine Zweitsprache geworden. Weiter gehören Französisch und Italienisch dazu.

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Mita Ray (Foto: zVg)

Mita Ray

Mita Ray von Siebenthal ist an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen Lehrbeauftragte BSK für die Kindergarten- und Primarstufe. 

Mita Ray, worauf freuen Sie sich am meisten im Rahmen der ici-Forschung?

Mita Ray: Ich freue mich auf die Gespräche mit den Projektverantwortlichen. So kann ich die Projekte aus deren Sicht noch besser kennenlernen. Es interessiert mich, welche Erfahrungen sie in Verbindung mit der Thematik «Mehrsprachig aufwachsen» machen und welche Erkenntnisse sie bereits gewinnen konnten. Auch auf die Einschätzungen der Eltern bin ich sehr gespannt. Sie prägen das sprachliche Umfeld des Kindes wesentlich.

Welchen Bezug haben Sie zum Thema Mehrsprachigkeit?

Meine Mutter ist Schweizerin, mein Vater stammt aus Indien. Somit waren in meiner Kindheit beide Sprachen präsent. Als Lehrperson habe ich während mehrerer Jahre mehrsprachige Kinder unterrichtet. Dabei wurden ihre Sprachen thematisiert und als Bereicherung in den Unterricht eingebaut. 

Welche Sprachen sprechen Sie?

Meine Erstsprache ist Schweizerdeutsch. In der Schule lernte ich Französisch, Italienisch und Englisch.